geschenkt

Der Tag war ein Geschenk, nur eben scheiße verpackt.
Erst muss man ewig am Geschenkpapier herum fummeln, das nur mühsam abgeht.
Dann zerreißt es auch noch.
Es kann nicht wiederverwendet werden und für die Mülltonne ist es auch zu groß.
Bis man das dann endlich losgeworden ist, geht die Sonne schon wieder unter…
… trotzdem Danke!

im Schlaf gegeben

„Es gilt als ausgemacht, dass die Glückseligkeit sich in der Muße findet“, sagte Aristoteles im 4. Jahrhundert. Kluger Mann! Aber unsere württembergische, protestantische Arbeitsmoral hält nichts vom Nichtstun. Klar, wir kenne alle die Sprüche:

  • „Müßiggang ist aller Laster Anfang“
  • „Arbeit hat Gulden, Müßiggang Schulden.“
  • „Langes Fädchen, faules Mädchen“
  • Ohne Fleiß kein Preis
  • Der Fleiß bringt Brot und die Faulheit Not.

und oh ja, selbst aus dem Evangelischen Gesangsbuch klingt es: „Gib, dass ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret…“

Jaja, alle Welt ist im Stress. Dabei gibt es gute Gründe, das Sein jenseits der Rastlosigkeit der Arbeit zu entdecken. Denn es steht doch auch geschrieben: „Den seinen gibt’s der Herr im Schlaf“.
Wer gelegentlich der Faulheit fröhnt, lebt länger, sagt die Forschung! Stresshormone fressen die Wachstumshormone, die uns jung und fit halten förmlich auf. Also: „In der Ruhe liegt die Kraft!“
Nicht nur der Körper auch der Geist und die Seele profitieren von Mußestunden. Geistesblitze setzten geradezu Müßiggang voraus. Um Ideen verwirklichen zu können, muss der Kopf frei sein.

Von Albert Einstein wird erzählt, dass er im Schnitt 12 Stunden schlief – und quasi nebenbei die Relativitätstheorie entwickelte. Es scheint tatsächlich so: Den seinen gibt’s der Herr im Schlaf.

Das was der Volksmund sagt, scheint aus einem tiefer Selbsterkenntnis und einem tiefen Wissen zu kommen, dass Weltbewegendes nicht den Gedanken des Alltagsstresses entspringen kann. Sowas braucht Zeit und Raum.

Daher: Es kann also heilsam sein, etwas Abstand zu seinen Pflichten und Sorgen zu gewinnen, um zu sich selbst und zu anderen zu finden. Vielleicht ist dieser anderen auch Gott.